FeedKäsmark
ErdkundeBrockhaus 1882

Käsmark, alte königl. Freistadt im Zipser Komitat Ungarns, am rechten Popradufer, in einer schönen Ebene am Fuße der Karpaten. Von den Überresten ihrer alten Herrlichkeit sind sehenswert das mit einem Turm versehene kupfergedeckte Stadthaus, die Tökölysche Festung, die Fetungskapelle, die große, im got. Stil erbaute kath. Kirche, deren kolossales Kreuz zu den interessantesten Antiquitäten zählt, und die schöne, um die Mitte des 17. Jahrh. erbaute hölzerne evang. Kirche. K. hat ein luth. Obergymnasium und zählt (1880) 4475 deutsche und slowak. E., die sich hauptsächlich mit Tuchweberei, Flachs⸗ und Leinwandhandel beschäftigen. Die käsmarker Wochenmärkte gehören zu den lebhaftesten jener Gegend.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 168Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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