FeedKlastische Gesteine
NaturlehreBrockhaus 1882

Klastische Gesteine (vom grch. Horse, zerbrochen) sind diejenigen, welche ihr Material vorzugsweise aus einer Zertrümmerung von bereits präexistierend gewesenen Felsarten bezogen haben. Nach ihrer Entstehungsweise unterscheidet man: Zusammenschwemmungsgebilde, deren Material mit Hilfe des Wassers zusammengeführt wurde, mag dasselbe von den an der Erdoberfläche abgelagerten und zerstörten Gesteinsmassen herrühren, oder in Form von vulkanischem Schutt, Lapilli, Sand, Asche, durch vulkanische Eruptionen ursprünglich geliefert worden sein; Reibungsgebilde, entstanden wesentlich ohne Mitwirkung des Wassers, indem eruptive Massen bei ihrem Durchbruch Fragmente des Nebengesteins reichlich absprengten und in sich einwickelten, oder indem eine an der Oberfläche halb erstarrte Masse durch den eruptiven Nachschub von unten eine Zerstückelung erfuhr; vulkanische Dejektionsgebilde, Schichten, welche sich durch das Niederfallen vulkanischer Auswürflinge auf die Erdoberfläche aufbauen; endlich Zerberstungsgebilde, geliefert durch eine an Ort und Stelle erfolgte, meist durch Austrocknung oder Kontraktion hervorgebrachte Zerberstung eines Gesteins. Die Fragmente der klastischen Gesteine sind in den meisten Fällen durch ein Bindemittel verkittet, dessen Beschaffenheit und Menge 15 verschieden ist; daneben gibt es auch lose klastische Gesteine, zusammengehäufte Trümmer, welche nicht durch ein Cement verbunden werden. Zu den klastischen Gesteinen gehören: die verschiedenen Konglomerate, Breccien, Tuffe, die Sandsteine, Grauwacken, Thonschiefer, Schieferthone, auch 7 Lehm, Löß u. s. w.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 322Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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