Knapp (Albert), geistlicher Liederdichter, geb. 25. Juli 1798 zu Tübingen, bildete sich auf dem Seminar zu Maulbronn und der Universität Tübingen zum Theologen und übernahm 1820 ein kirchliches Amt. Nachdem er verschiedene Vikariate versehen, wirkte er eine Zeit lang als Diakonus zu Kirchheim unter Teck, bis er 1836 Archidiakonus an der Stiftskirche in Stuttgart wurde. Hier starb er als Stadtpfarrer 18. Juni 1864. K. war ein reichbegabter Dichter, durch welchen insbesondere das geistliche Lied zu neuem Leben erweckt wurde. Viele seiner Dichtungen enthält das von ihm 1833 —53 herausgegebene Taschenbuch (Christoterpev. Seinen Christl. Gedichten (2 Bde., Stuttg. 1829; 3. Aufl., Bas. 1843) folgten die Neuern Gedichter (Stuttg. 1834) als dritter Band. Ferner erschienen von ihm 4Gedichter (Stuttg. 1843), «Hohenstaufenv (Stuttg. 1839) und „Bilder der Vorwelte (Stuttg. 1862), zwei Cyklen von Liedern und Gedichten, sowie Herbstblüteno (Stuttg. 1859). Sein 4«Evang. Liederschatz für Kirche und Hausv (2 Bde., Stuttg. u. Tüb. 1837; 3. Aufl. 1865) ist eine schätzbare Sammlung hymnologischer Denkmäler aller christl. Jahrhunderte. Auch gab K. eine Biographie Hofackers (4. Aufl., Heidelb. 1872) heraus. Seine (Gesammelten prosaischen Schrifteno erschienen in 2 Bänden (Stuttg. 1870 —75). Vgl. J. Knapp, «Albert K. Lebensbildy (Stuttg. 1867); K. Gerok, Albert K.o in Lebensbilder schwäb. Dichtere (Stuttg. 1881). rmißt, sind unter C aufzusuchen.