Königsfelden, ehemalige Abtei, jetzt Irrenanstalt und Spital im Bezirk Brugg des schweiz. Kantons Aargau, liegt 364 müber dem Meere bei der Station Brugg der Bahn Aarau-Zürich, im Weichbilde des alten Vindonissa, auf der Halbinsel zwischen der Aare und der Mündung der Reuß. Die Abtei, welche aus einem Clarissinnen- und einem Minoritenkloster bestand, wurde 1310 von Elisabeth von Ssterreich und Agnes von Ungarn an der Stelle errichtet, wo 1308 König Albrecht 1J. ermordet worden war. Von den Habsburgern, deren Erbbegräbnis sich in der Kirche von K. befand, fürstl ich ausgestattet, war die Abtei im 14. Fahrh. eins der reichsten und ansehnlichsten Klöster der Schweiz; aber schon bei dem Tode der Königin Agnes von Ungarn 1364, welche in K. resi-Aattr; begann der Verfall und 1528 wurde die Abtei von Bern uigeheeen und in eine Landvogtei verwandelt, deren Vögte bis 1798 den Titel Hofmeister von K. führten. Von den alten Klostergebäuden, die seit der Aufhebung teils als Spital, teils als Ä Bohnung der Hofmeister dienten, ist wenig mehr . als das gotische, mit vorzüglichen Glasgemä den geschmückte Chor der Kirche. Die meisten andern Gebäude wurden abgetragen, um Raum für die neue musterhaft eingerichtete Irrenanstalt zu gewinnen, die 1872 eröffnet wurde.