Korais (Adamantios), von den Franzosen Coray genannt, berühmter Hellenist, geb. 27. April 1748 in Smyrna, ging 1772 nach Amsterdam, wo er sich bis 1778 dem Handel widmete, studierte 1782 —88 zu Montpellier Medizin und ließ sich hierauf in Paris nieder. Im J. 1800 erschien die von ihm besorgte Ausgabe von des Hippokrates Schrift über die Einwirkung der Luft, des Wassers und des Klimas auf den Verlauf der Krankheiten (eine von dem Französischen Institut gekrönte Preisschrift, 2. Aufl., Par. 1816), 1802 die neugriech. Üübersetzung von Beccarias Werk über Verbrechen und Strafen (2. Aufl. 1823). Hieran schloß sich die Denkschrift De l'état actuel de la civilisation en Grèces (Par. 1803; deutsch von Karl Iken, unter ßt, sind unter C aufzusuchen. dem Titel Helleniono, Lpz. 1821). Von 1805 bis 1827 gab K. eine Sammlung altgriech. Klassiker mit Anmerkungen und Prolegomenen (20 Bde.) heraus. In letztern legte er seine patriotischen Lehren und Ratschläge nieder. Zugleich erwarb er sich große Verdienste um die neugriech. Sprache, indem er diese von fremden Ausdrücken möglichst reinigte. Unter seinen spätern Schriften sind in dieser Beziehung besonders die CArαννανν 5 Bde. in 6 Tln., ar. 1828 — 35) von Bedeutung. An der Umgestaltung seines Vaterlandes seit 1821 nahm K. nur durch patriotische Schriften teil. K. starb zu Paris 6. April 1833. Seine Selbstbiographie erschien zu Paris 1833. Im J. 1881 wurde von Mamukas in Athen der erste Band von K.' litterarischem Nachlaß herausgegeben.