Kosegarten (Ludw. Theobul), deutscher Dichter, eb. 1. Febr. 1758 zu Grevismühlen, einem meckenb. Städtchen, studierte zu Greifswald, war dann Rektor der Schule zu Wolgast und erhielt 1792 die Stelle eines Propstes zu Altenkirchen auf der Insel Rügen. Im J. 1808 nahm er einen Ruf als Professor der Geschichte nach Greifswald an, wo er 1816 Professor der Theologie und Pastor zu St. Jakobi wurde und 26. Okt. 1818 starb. Seine Romane, z. B.«Ida von Pleßeno (2 Bde.), seine Gedichtes (2 Bde., Lpz. 1788), die Rhapsodieno (2 Bde., Rostock 1790—94; wiederholt in 3 Bdn., 1800—1), die Romantischen Dichtungeno (6 Bde., Dresd. 1800—6), die Legendeno (2 Bde., Berl. 1804; neue Aufl. 1816), die episch-idyllischen Gedichte Jucundey (7. Aufl., Berl. 1855) und Die Inselfahrto (Berl. 1805), auschen Re seine vaterändischen Gesänge, akademischen Reden und seine Übersetzungen, z. B. von Richardsons Clarissas (8 Bde., Lpz. 1790—93), erwarben ihm einen weitverbreiteten Ruf. Sehr beliebt wurden seine lyrischen Gedichte, welche feurige Empfindung verraten, aber im Ausdruck etwas schwülstig find. Als Redner verstand er die Zuhörer in hohem Grade zu ergreifen. Seine Reden und kleinern prosaischen Schrifteno gab Mohnike heraus (3 Bde., Strals. 1831—32). Eine Gesamtausgabe seiner Lyrischen Dichtungeno nebst Lebensbeschreibung besorgte sein Sohn J. G. L. Kosegarten (12 Bde., Greifsw.