FeedKrauseminze
PflanzenreichBrockhaus 1882

Krauseminze, vielleicht eine Varietät (var. crispata) der Grünminze (Mentha viridis), vielleicht eine eigene Art mit eirunden, blasig-runzeligen, am Rande krausen und lang und grob gezähnten Blättern. Sie wächst wild in Norddeutschland und im südl. Skandinavien und wird wegen ihres Ansehens und ihres Aromas in Deutschland häufig in den Gärten kultiviert. Von dieser Pflanze ist wohl zu unterscheiden die zur Roßminze (M. silvestris) gehörige, ebenfalls aromatische und krausblätterige, aber mehr graufilzige var. crispa. Die getrockneten Blätter beider sind in der Heilkunde, besonders als Thee, gebräuchlich, kommen auch als Hausmittel zu Umschlägen und Bädern in Anwendung und werden zur Destillation des meist grüngefärbten Krauseminzschnapses benutzt. Durch Destillation des frischen Krautes gewinnt man das Krauseminzöl, welches im allgemeinen in seiner Wirkung mit dem Pfefferminzöl übereinkommt, jedoch weniger beliebt ist.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 586Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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