Krystalloide nennt man, nach Grahams Vorgang, diejenigen Körper, welche die Eigenschaft haben, direkt oder in Verbindung mit andern Körpern, Krystallform anzunehmen und diffusionsfähig zu sein, um diese von den Colloiden (s. d.) zu unterscheiden. Auch nennt man K. Aggregate von kleinen Krystallen, die so um ein gemeinschaftliches Centrum gruppiert sind, daß ihre Krystallform nicht wahrgenommen werden kann; sie erscheinen als kugelige oder traubige Massen und finden sich nicht selten in manchen Pflanzenzellen, wo sie in der Regel aus oxalsaurem oder kohlensaurem Kalk bestehen.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 647Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei