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Bildende KunstBrockhaus 1882

Kunstausstellungen nennt man öffentliche Schaustellungen von Werken der Plastik, Malerei und der zeichnenden und vervielfältigenden Künste. Sie haben den Zweck, die Schöpfungen der Kunstwerkstätten zu allgemeiner Kenntnis zu bringen und nebenbei den kunsthändlerischen Vertrieb derselben zu vermitteln. Ursprünglich mehr die Unternehmung Einzelner, welche ihre Leistungen und diejenigen ihrer Schule bekannt zu machen wünschten, wurden sie später von den Kunstakademien angeordnet, und so hatte Paris schon 1673 seine erste öffentliche Ausstellung von seiten der Kunstschule. Gegenwärtig haben nicht nur alle europ. Kunstakademien ihre jährlich oder alle zwei Jahre regelmäßig wiederkehrenden großen Ausstellungen, an denen auch die Baukunst durch gezeichnete Entwürfe, die Stempelschneidekunst und bis zu einem gewissen Grade die Kunstindustrie teilzunehmen pflegen, sondern auch die Kunstvereine und größern Kunsthandlungen. Gleicherweise sind 919 die großen Weltindustrieausstellungen zugleich K.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 670Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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