Kurilen oder Kurilische Inseln (japan. Tsi-Sima), eine 1270 km lange, aus 22 mäßig bewohnten Eilanden bestehende Inselkette von w14800 qkm Flächeninhalt, die von der Südspitze Kamtschatkas Kap Lopatka, in südwestl. Richtung bis in die Nähe der japan. Insel Jesso hinüberzieht und das Mittelglied zwischen der japan. und kamtschatkischen Vulkanreihe bildet. Die Inseln gehören seit dem russ.⸗ japan. Vertrag vom 7. Mai 1875 alle zu Japan. Die größern sind von N. gegen S. Schumschu (585 qkm), Paramuschir (2939 qkm), Onekotan (632 qkm), Charimkotan, Schijaschkotan, Malua, Simusir, Urup (1458 qkm), Iturup (die größte, 6779 àkm) und Kunaschir. Die ganze Inselreihe ist vulkanischer Natur, trägt 52 vulkanische Berge, von denen mindestens 17 noch in Thätigkeit sind, hat viele heiße und Schwefelquellen und ist häufig Erdbeben ausgesetzt. Kunaschir, Urup und Iturup sind zum Teil gut bewaldet mit Lärchen, Cedern und Weiden. Einige Inseln sind wasserlos und steril, andere fruchtbar; weiße, rote und schwarze Füchse, Wölfe, Zobel, Biber, See⸗ und Fischottern werden ihres Pelzwerks wegen gesucht; auch bergen die Inseln Eisen, Kupfer, Schwefel und Salmiak. Die auf niedriger Kulturstufe stehenden Bewohner sind Aino (s. d.). Entdeckt wurden die K. 1634 durch den Holländer De Vrees.