FeedKurus oder Kauravas
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Kurus oder Kauravas, ein altes ind. Herrschergeschlecht, welches namentlich in dem großen Epos Mahabharata hervortritt. In der Zeit, welche dasselbe schildert, fuhren die K. nach tausendjähriger Herrschaft in der von ihnen gegründeten Stadt Hastinapura (in der Gegend des spätern Delhi) einen Krieg mit den ihnen verwandten Pändus, welcher mit dem Siege der letztern und dem Untergange der K. endet. (S. Mahäbhärata.) Kurn Tschesme (d. h. trockener Röhrbrunnen), eine Vorstadt Konstantinopels auf dem europ. Ufer des Bosporus, 6 km nordöstlich vom Eingang des Goldenen Horns, zwischen Orta-Koj und Arnaut-Koj, ähnlich wie letzteres auf einem vom Meere und dem rückwärts steil ansteigenden Berghange eng begrenzten, der Meerenge sich entlang erstreckenden Vorlande gelegen, besteht wesentlich nur aus einer einzigen Hauptgasse, welche einen Teil der großen, fast bis Bujukdere reichenden Uferstraße bildet, und ist meist von Griechen bewohnt. —12

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 702Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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