Atelkuzu, auch Etelköz, nannten die byzant. Schriftsteller die letzte Heimat der Magyaren vor deren Einwanderung und Niederlassung an der Donau und Theiß. Nach den Rurant Forschungen erstreckte sich A. im südl. Rußland von Kamenez entlang dem Dnjestr bis an den unterhald von wo die Grenze mit diesem Flusse unterha Kiew den Dnjepr erreichte, umfaßte also die füdöstl. Teile von Podolien, das südwestl. Gebiet von Kiew, ferner die niedrigen Gegenden der Moldau östlich vom Sereth, Bessarabien und Cherson. Den Namen A. erklärt der ungar. + ichtschreiber Pauler als „Land am Dnjestro (Atel, Etel wurde der Dnjestr noch im 14. Jahrh. genannt). Aus A. wurden die Magyaren 895 durch die mit den Bulgaren verbündeten Petschenegen vertrieben und wanderten dann in ihr jetziges Vaterland.