Lanzi (Luigi), ital. Altertumsforscher, geb. zu Montokmo bei Macerata 13. Juni 1732, trat 1749 in den Jesuitenorden und entwickelte zu Rom seinen Sinn für die bildlichen überreste des Altertums. Nach Aufhebung des Jesuitenordens ging er nach Florenz, wo er den Posten eines großherzogl. Antiquars erhielt, als welcher er sich namentlich durch die Neuordnung des Museums der Uffizien verdient machte. L. starb zu Florenz 31. März 1810. Seine beiden Hauptwerke sind der „Saggio di lingua etrusca e di altre antiche d' Italia o (3 Bde., Rom 1789), worin er die Erklärung des Etruskischen versucht, ausgehend von der Annahme, daß dasselbe verwandt sein müsse mit dem Griechischen und Lateinischen, sowie mit den Sprachen der Nachbarstämme, Umbrer und Osker, und die »Storia pittorica della Italia dal risorgimento delle belle arti fino presso alla fine del XVIII. secolop (Flor. 1792; dann oft wiederholt; deutsch von A. Wagner mit Anmerkungen von Quandt, 3 Bde., Lpz. 1830 —33). Wichtig sind auch L.s Untersuchungen Dei vasi antichi dipinti volgarmente chiamati etruschi (Flor. 1806) und die „Notizie circa la scultura degli antichis (zuerst englisch, Rom 1785; italienisch, Rom 1789; 2. Aufl. von Inghirami, Flor. 1824; deutsch von Lange, Lpz. 1816). Seine «Opere postumep gab Boni heraus (2 Bde., Flor. 1817). Vgl. Cappi, 4Biografia di Luigi L.5 (Forli 1840).