Lasch (Joh. Karl), Porträt- und Genremaler, geb. 1. Juli 1822 zu Leipzig, besuchte die dresdener Akademie und hierauf das Atelier Bendemanns, wo er bis 1844 thätig war. Dann begab er sich nach München, um unter Schnorr und Kaulbach seine Studien fortzusetzen. Während dieses Aufenthalts entstanden mehrere Gemälde geschichtlichen Inhalts und ein Altarbild für Knauthain bei Leipzig. Hierauf unternahm L. eine Reise durch Italien und wählte 1847 seinen Aufenthalt in Moskau, woselbst er als Porträtist thätig war und zehn Jahre lang verweilte. Dann lebte er zwei Jahre in Paris und wandte sich 1860 nach Düsseldorf, wo er 1869 Professor wurde. Besonders widmete er sich der Pflege des volkstümlichen Genre, z. B.: Schulmeisters Geburtstag (Nationalgalerie in Berlin), die Heimkehr von der Kirmeß, der Dorfarzt in Verlegenheit, das Policinelltheater, Kinderlust (Galerie in Dres den). Sie stammen meist aus seiner letztern Entwickelungeperiode seit dem Aufenthalte in Düsseldorf, während seine frühern, vielfach in Rußland verbreiteten Werke ernstere Rauch Themen behandelten, wie: Eberhard der Rauschebart, Enzio im Kerker, Tintorettos Tochter u. s. w. Sein größeres, 1872 in Berlin durch die große goldene Medaille gekröntes Bild: eine Verhastung, zeugt von feiner psychol. Charakterisierung.