Lebrun (Karl Aug.), Schauspieler und dramatischer Dichter, geb. 8. Okt. 1792 zu Halberstadt, ging 1809 in Dessau zum Theater über. Er erwarb sich rasch einen Namen und trat nacheinander zu Memel, Würzburg (1812—15), Mainz (1815—17) und seit 1817 zu Hamburg in Engagements. An letzterm Orte führte er 1827—37 mit F. L. Schmidt die Direktion des Stadttheaters, auf die er jedoch keinen günstigen Einfluß übte. Später trat L. nur noch als Gast an verschiedenen Orten auf. L. leistete namentlich in feinkomischen Charakterrollen Außergewöhnliches. Auch seine Bearbeitungen ausländischer Dramen und seine eigenen Schauspiele sind verdienstliche, vorzugsweise bühnengerechte Arbeiten. Er starb 25. Juli 1842 zu Hamburg.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 882Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei