Leibschmerzen, s. unter Kolik. Leibtruppen. Die Regimentsinhaber waren im 16. und 17. Jahrh. gleichzeitig Chef einer Kompagnie ihres Regiments und bezogen die Einkünfte dieser Stelle, deren Dienst von einem Kapitänlieutenant (auch Stabskapitän genannt) versehen wurde. Solche Kompagnien hießen Leibkompagnien; doch führte auch die 1. Kompagnie der Regimenter, deren Chef der Landesfürst oder ein Prinz seines Hauses war, diese Bezeichnung. Im letztgedachten Sinne wird die 1. Kompagnie des preuß. 1. Garderegiments zu Fuß noch heute als Leibkompagnie, die 1. Schwadron der preuß. Gardes du Corps als Leibeskadron bezeichnet, obschon der diese befehligende Offizier wirklicher Kompagnie⸗, beziehungsweise Eskadronschef ist. In: deutschen Heere sind ferner die 1. Kompagnien der Infanterieregimenter Nr. 115 bis 117, sowie die 1. Schwadronender Dragonerregimenter Nr. 23 und 24 Leibkompagnien, beziehungsweise Leibeskadrons. Das Füsilierbataillon des Infanterieregiments Nr. 118 wird als Leibbataillon bezeichnet. Leibregimenter sind das preuß. Grenadierregiment Nr. 8, das sächs. Grenadierregiment Nr. 100, das bad. Grenadierregiment Nr. 109, das hessische Infanterieregiment Nr. 115, das bayr. Infanterieleibregiment, das preuß. Kürassierregiment Nr. 1, die preuß. Husarenregimenter Nr. 1 und 2, das bad. Dragonerregiment Nr. 20, das hessische Dragonerregiment Nr. 24. Auch in Rußland werden einzelne Truppenteile als L. bezeichnet, in Ssterreich-Ungarn hingegen jetzt nur die k. k. Leibgarden.