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HimmelskundeAfrika Hand-Lexikon 1885

Deutsche Gesellschaft zur Erforschung Aquatorial-Afrikas, im Frühjahr 1873 auf Veranlassung der Berliner Gesellschaft für Erdkunde unter Adolf Bastians Vorsitz zusammengetreten, bildet gegenwärtig einen Mittelpunkt für die auf Erschliessung dieses Erdteils gerichteten zerstreuten Bestrebungen. Sie sandte eine grosse Anzahl tüchtiger Reisenden aus, wie: Güssfeldt, Falkenstein, Lindner und Pechuel-Loesche (Loango-Expedition); Lenz (1.: Ogowe-Gebiet; 2.: Marokko — Timbuktu — Medina am Senegal); Homeyer und Soyaux (Angola — Pungo Andongo); Mohr, und nach dessen Tode, Schütt (vom Westen ins Innere; Quango, Kimbunda, Lubaetec.); Pogge (Loanda — Mussumba) und andere. Die Ergebnisse dieser Reisen kamen zwar mehr den Naturwissenschaften und der Ethnographie zu gute, als dass sie die Erforschung des ältesten der Weltteile in räumlicher Hinsicht in dem erwarteten Masse förderten; doch ist auch in dieser Hinsicht immerhin Hervorragendes geleistet worden. Die Thätigkeit der „Deutschen atrikanischen Gesellschaft* wird durch Beiträge aus Reichsmitteln, wie auch von Privatleuten zu fördern gesucht; Rechenschaft über ihre Thätigkeit giebt das „Korrespondenzblatt der Afrikanischen Gesellschaft“ (seit 1877). — Vergl. Afrikanische Gesellschaft in Deutschland.

Afrika Hand-Lexikon. Ein Nachschlagebuch für JedermannVon Paul Heichen, Leipzig: Gressner & Schramm 1885 · Bd. 1, S. 338Scan: Staats- und Universitätsbibliothek Bremen · gemeinfrei

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