Nyangwe, Stadt auf der östlichen Seite des Lualaba-Kongo, unter 4 15° südl. Br. und 26% 16’ östl. L. v. Gr., der westlichste, von arabischen Händlern bewohnte Platz, in weiter offener und äusserst fruchtbarer Gegend gelegen. Sie wird von den Wenya oder Wagenya (deren in N. und Umgegend noch ca. 20000. leben) bewohnt, und zerfällt (nach Stanley’s Bericht) in zwei Abteilungen: eine nördliche mit dem Quartiere Muini Dugimbis, des ersten im Jahre ’68 dorthin gekommenen Arabers, um dessen Haus sich die Wohnungen (ca. 300 Häuser) seiner Anhänger ‚gruppieren, und eine südliche, von der erstern durch eine breite Aushöhlung des Bodens .getrennt, wo ein zweiter, ebenfalls sehr angesehener Araberscheikh sein Lager hat. Die Quartiere dieser beiden Handelsherren sind abwechselnd der Mittelpunkt des bedeutenden Marktverkehrs von N., wo alles, vom gewöhnlichsten irdenen Topf bis zu dem schönsten Mädchen von Samba, Marera oder Ukusu für Kauris, Glasperlen, Kupfer- und Eisendraht oder viereckige Stückchen von Palmzeug (das aus den Fasern der Raphia vinifera gefertigt wird) zu kaufen und zu verkaufen ist, und wohin 1— 3000 - Eingeborene beiderlei Geschlechtes, die fast alle in Manjema gefertigten Kleider (fein aus Gras geflochtene, schön gefärbte und sehr dauerhafte Zeuge) tragen, zu den beständigen Markttagen ziehen. Seine.Lage bestimmt Stück aus Kaisers astronom. Beobachtungen: 4% 13' 30° s. Br. Oahuakotyimbari, Dorf im Hereroland (südl. von den Mosob-Böargen). Oäko, s. v. w. Häko. Oasen heissen bassinartige Vertiefungen in der grossen Wüstenebene, umgeben von kleinen Bergketten und Hügelzügen. Die durch die letzteren bedingten Wasseransammlungen rufen auf ihrem Boden eine Vegetation hervor, welche gegen die furchtbare Öde der Wüste mit wunderbarer Pracht absticht. Die Quellen der O. sind grossenteils eisen- oder schwefelhaltig und überwiegend Thermen. Schon die Alten kennen die Oasen Afrikas zum Teil; Herodot nennt nur ‘eine in Oberägypten, betrachtet sie als Stadt und nennt sie Insel der Seligen. Später nennen sie die Grosse O. (0. magna, O. von Theben, ji. Wah el Kebir); Ptolemäos kennt schon die zweite Kleine 0 (0. parva, Wah el Bahire oder Bahnasa el Kassar) in Mittelägypten, beide bildeten besondere Namen; Strabo erwähnt noch eine dritte, die ägyptische Oberherrschaft anerkennende O,, nämlich die ©. des Jupiter Ammon, j. Siwah. Unter deu römischen Kaisern dienten die Oasen öfters als Verbannungsorte. In dem Mittelalter wurden durch arabische Geographen noch mehrere bekannt, und jetzt ist die Zahl der bekannten O. sehr gross. Wo immer in der Sahara Wasser den Boden tränkt, und sei es auch Brakwasser, da sprosst Grün hervor, . . da gedeihen Pflanzen, da entsteht eine Oase, Barth betont, dass selbst -im anscheinend unfruchtbarsten Sande