Büchsenfleisch nennt sich eine Fleischconserve, die vorzugsweise in Australien, aber auch in Deutschland (L. Lejeune in Berlin) und in Rußland (N. Goegginger in Riga) aus knochenfreiem Rindfleisch in der Weise hergestellt wird, daß man die mit dem schwach gesottenen Fleische gefüllte Blechbüchse im Marienbade oder in kochendem Salzwasser möglichst von Luft befreit und dann luftidicht verlöthet. Das Büchsenfleisch steht nicht nur an Nährwerth und Wohlfeilheit, sondern auch im Geschmack dem frischen Fleische wesentlich nach und gehört daher unter keinen Umständen auf die gute Tafel. Im Nothfalle verdient das deutsche und das russische den Vorzug, denn das australische ist so grobfaserig, daß man sich ebenso gut mit Häckselkauen wie mit dem Zermalmen dieser Conserve belustigen kann. Daß man auch Rinderzungen zu Büchsenfleisch entweiht, gehört zu den schwärzesten aller schwarzen Thaten, die gewisse Conservefabriken auf dem Gewissen haben. Vgl. Corned-Beef.