Cocosnuß, die eiförmige, einsamige, kindslopfgroße Steinfrucht der vielgepriesenen Cocospalme, die in zahlreichen Spielarten in allen Ländern zwischen den Wendekreisen eultivirt wird und für jene Gegenden von solcher Wichtigkeit ist, daß der Weltumsegler Georg Forster (gest. 1794) dem biedern Schweine kein größeres Compliment zu machen wußte, als indem er es die „Cocospalme des Nordens“ nannte. In Europa dient die fettreiche Schale des Kerns der Cocosnuß seit 1890 zur Bereitung der Coeosbutter, des besten unter allen modernen Butter-Surrogaten, von welchem die Firma P. Müller & Söhne in Mannheim jährlich etwa 300 000 kg à 1:1—1:3 Mark in den Handel bringt. Diese Cocosbutter hat eine hellgelbe Farbe und einen schwach süßlichen Geschmack und eignet sich natürlich nicht für die Tafel, ist aber in der Küche an Stelle der Schmelzbutter sehr gut zu verwenden und unter allen Umständen den englischen Fabricaten vorzuziehen, die unter dem gleichen Namen auf dem Continent verkauft werden.