Erdnuß, Erdbohne, Erdpistazie oder Mandubi-Bohne, das ölreiche Samenkorn einer äußerst merkwürdigen, einjährigen Hülsenfrucht, mit gelbweißer oder gelbrother Schmetterlingsblüthe, deren Stiel sich unmittelbar nach dem Abblühen verlängert und den Fruchtknoten 5—8 em tief in das Erdreich einsenkt, in welchem dann die zweisamige Hülse sich entwickelt und zur Reife kommt. Die Samen sind inwendig butterartig weich und von angenehmem Oelgeschmack. Sie werden daher sowohl roh wie gekocht als Gemüse genossen, oder man dörrt und mahlt sie und backt daraus entweder unter Zusatz von Weizenmehl ein sehr schmackhaftes Brot oder stellt unter Zusatz von Cacao eine ganz vortreffliche Chocolade daraus her; außerdem liefern sie beim Auspressen ein sehr feines Oel, das dem besten Olivenöl gleichkommt und einen großartigen Handelsartikel bildet. Die Heimat der Erdnuß ist Südamerika, sie wird aber jetzt in allen Tropenländern und in Südeuropa im Großen eultivirt. Der Begründer dieser Cultur in Europa war der Domherr Francisco Tabares de Ulloa zu Valeneia, der dort 1797 die ersten Anbauversuche machte. Nach Griechenland wurde das Gewächs 1840 durch einige Franzosen verpflanzt.