Gelatine wird durch Auskochen schwammiger oder zelliger Knochen und Knorpel unter Hochdruck (im papinianischen Topf) gewonnen, durch verschiedene Manipulationen gereinigt und in Tafeln geformt und dient, wenn sie gut, d. h. geschmack⸗, geruch- und farblos ist, als Ersatz der Hausenblase bei Bereitung von Puddings, Gelées und Sülzen. Chinesische Gelatine ist Agar-Agar. Vgl. Gelée und Hausenblase.
Appetit-Lexikon. Ein alphabetisches Hand- und Nachschlagebuch über alle Speisen und GetränkeHrsg. von Robert Habs und Leopold Rosner, 2. Aufl., Wien: Gerold 1894 · Bd. 1, S. 192Scan: Wienbibliothek im Rathaus · gemeinfrei