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Haus & KücheAppetit-Lexikon 1894

Hopfen, niederdeutsch Hoppen, ist aller Welt als Grundsäule und T-Träger des wahren Biergeschmacks zur Genüge bekannt und das nicht erst seit heute, denn im Jahre 768 kommen bereits Hopfengärten vor. Die Verallgemeinerung und Verweltlichung des Hopfenbaues fällt allerdings frühestens in das 10. Jahrhundert, denn wenigstens noch unter Karl den Großen war er ein Privilegium der Klöster. So wichtig aber der Hopfen für die Brauerei, so werthlos ist er für die Küche. Aus den jungen Sprossen oder „Spargen“ läßt sich allerdings mit Essig und Oel ein Salat bereiten, bei seiner angeborenen Bitterkeit aber vertritt er in diesem Falle den Spargel nur etwa mit demselben Erfolge, mit dem er selber noch zu Ende des 17. Jahrhunderts in den oberösterreichischen Brauereien — durch Weidenblätter vertreten wurde! Mehr darüber zu sagen, wär' vom Uebel.

Appetit-Lexikon. Ein alphabetisches Hand- und Nachschlagebuch über alle Speisen und GetränkeHrsg. von Robert Habs und Leopold Rosner, 2. Aufl., Wien: Gerold 1894 · Bd. 1, S. 236Scan: Wienbibliothek im Rathaus · gemeinfrei

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