Waffel, im 18. Jahrhundert auch Eisenkuchen, ist ein dünner, viereckiger Kuchen aus Butterteig mit oder ohne Hefe, der im sogenannten Waffeleisen zwischen zwei netz oder gitterförmig gerillten Blechen gebacken wird, in Folge dessen nach Art einer Wabe gegittert erscheint, und gewöhnlich mit Zucker bestreut oder mit Marmelade bestrichen verspeist wird. Die Art der Zubereitung läßt keinen Zweifel darüber, daß die Waffeln so althergebracht sind wie die Oblaten. Eines verbreiteten und wohlverdienten Rufes erfreuen sich die Wiener Waffeln, denen man auch in der Schweiz und in Deutschland vielfach und immer mit Vergnügen begegnet.
Appetit-Lexikon. Ein alphabetisches Hand- und Nachschlagebuch über alle Speisen und GetränkeHrsg. von Robert Habs und Leopold Rosner, 2. Aufl., Wien: Gerold 1894 · Bd. 1, S. 571Scan: Wienbibliothek im Rathaus · gemeinfrei