Hirschkolben fricassirt, Dieselben, wenn sie scheiblicht geschnitten sind, thut in einen Tiegel, leget ein Stück Butter dran, und passiret diese. Hernach schneidet Citronenscheler, Muscatenblüten, und leget solche auch nebst einer gantzen Zwiebel hinein. Alsdenn giesset darauf ein wenig gute Brühe und Wein, und lassets ein wenig kochen. Die Brühen müssen auf Fricaffeen und Ragouten nicht gar zu lang seyn; das heist, es muß nicht gar zu viel nasses dran gegossen werden: denn je kürtzer, je delicater. Wenn ihrs bald wolt anrichten, so schlaget 3. biß 4. Eyerdotter in ein Töpffgen, zerquirlt diese mit etlichen Tropffen Weineßig recht klar. Darnach, wenn die Fricassée im kochen ist, so schüttet die Brühe an die Eyerdotter, quirlts gantz klar ab, und giesset diese Brühe wieder an die Fricassée; ihr dürffet es aber nicht wieder kochen lassen, sonsten rinnet es zusammen: richtet es endlich an, und sprenget oben drüber wieder Fett oder zerlassene Butter, und drücket von ein Paar Citronen den Safft dran, so könnet ihr es hingeben.