Heß (Karl Adolf Heinr.), ausgezeichneter Pferdemaler und Kupferstecher, geb. zu Dresden 1769, bildete sich daselbst durch das Studium der Natur und Meisterwerke der königl. Galerie, als Stecher aber bei Krüger und ging nach einem Aufenthalt in Berlin 1800 nach Wien, von wo aus er zu seinen Studien Reisen durch Rußland, Ungarn und die Türkei und 1825 auch nach England unternahm. . Wien war er eine Zeit lang Professor an der Akademie. Am berühmtesten sind sein großes Gemälde, den Durchmarsch der uralischen Kosaken durch Böhmen 1799 darstellend, ferner seine Studienblätter für Pferdeliebhaber, von ihm selbst radiert (1807), sein Pferdewerk (12 Blätter, 1807) und die von ihm in Lithographien herausgegebenen Pferdeköpfe in natürlicher Größe (Wien 1825). H. starb 3. Juli 1849 zu Wilhelmsdorf bei Wien. Er gilt als einer der größten deutschen Pferdemaler und seine Bilder sind auch in Beziehung auf Hintergrund und Menschenfiguren, so- wie hinsichtlich ihrer Technik treffliche Genrebilder.