FeedHohle See
HeilkundeBrockhaus 1882

Hohle See, Hulle, Dün ung, Auf dehnung oder Schwall nennt der Seemann die hohen schweren Wellenberge, welche oft bis zu AIm ansteigend, eine ungebrochene Wassermauer darstellend, sich langsam, aber stark erheben. Diese Erscheinung kommt nach einem Sturme, dauert aber auch manchmal noch bei Schifkuhrt Windstille eine Zeit lang fort und ist der Schiffahrt sehr lästig; bei ruhiger See und schwachem Winde ist sie bisweilen, wenn auch nicht sichtbar, doch am Schwanken und Schlingern des Schiffs bemerkbar. „Hohle Wand nennt man am Huf der Pferde eine Zusammenhangstrennung von Fleischwand und Hornwand des Hufs oder von Hufsohle und Huf-1 wand; im erstern Falle ist die hohle Wand verborgen, bei Trennung zwischen Sohle und Wand, in der sog. weißen Linie ist sie offen. Die hohle Wand ist meist Folge des Aufbrennens glühender Hufeisen, des Erweichens der Hufsohle durch Auflegen glühender Kohlen, fehlerhaft gerichteter und nicht mit ebener Wand be versehener Eisen u. s. w. Die getrennte and heilt nicht wieder an; Heilung erfolgt nur durch das normale Herabwachsen des Horns. Die Behandlung richtet sich nach den Verhältnissen.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 326Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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