Amylen, der dem Amylalkohol entsprechende Kohlenwasserstoff von der Zusammensetzung C„ HIo. Ebenso, wie es eine Anzahl von isomeren Amylalkoholen gibt, existieren auch zahlreiche Kohlenwasserstoffe dieser — 2. von denen aber bislang nur das gewöhnliche A. genauer studiert ist und allgemeineres Interesse besitzt. Man erhält es durch Einwirkung von Wasser entziehenden Substanzen auf gewöhnlichen Amylalkohol, am einfachsten dadurch, daß man 1½ Teile geschmolzen gewesenes Chlorzink ein bis zwei Tage lang mit 1 Teil Amylalkohol kochen läßt und destilliert, bis die Temperatur auf 130 gestiegen ist. Das Destillat wird mit Chlorcalcium entwässert, und im Wasserbade wiederholt über Natrium rektifiziert, wobei man jedesmal nur den unter 45 übergehenden Anteil auffängt. Das A. ist eine wasserhelle, leicht bewegliche Flüssigkeit, über deren Siedepunkt sehr verschiedene Angaben vorliegen, von 33 bis zu 42˙ C., sein spezifisches Gewicht ist (bei 10. C.) 0,6549. Seine Dämpfe wirken beim Einatmen betäubend, man hat es daher als Anästhetikum in Anwendung gebracht.