FeedArchilöchus (grch. Archilochos)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Archilöchus (grch. Archilochos), griech. Dichter, geb. auf der Insel Paros, blühte um 688 v. Chr. zur Zeit des Gyges. Seine Lebensumstände hat man aus n in seinen eigenen Gedichten Patetland und „Als Jüngling verließ er sein aterland und ging nach Thasos, um mit einem Teile seiner Mitbürger dort eine Kolonie zu beründen. In einer Schlacht der Thasier gegen die —— verlor er, jedoch nicht aus Feigheit, seinen Schild. Später soll er äüetine von Sparta zurückgewiesen worden sein. Er fiel in einer Schlacht. Seine Gedichte waren kühn in der Form und von mannigfaltigem Inhalte. Ihrt Schärfe machte archilochische Bitterkeit zum Sprichwort. Seine Gegner 2 — er auf die empfindlichste Weise mit seinen Jamben, so den Lykambes, der ihm seine Tochter ud Tochter aber nicht Wort gehalten hatte. Vater und Tochter, wird erzählt, hätten, um dem Spotte zu entgehen, sich erhängt. Die Alten stellten A. dem Homer an die Seite; sie verbanden auch in Doppelhermen Ir Heiehent seinen Kopf mit dem des Homer. In Griechenland waren in gewissem Sinne die Dichter der alten Komödie, unter den Römern war Horaz in den Epoden sein Nachahmer. Seine tete der Schöpferkraft zeigt sich auch auf dem Gebiete der Musik und der metrischen Formen. Er hat den Angs) d. in die Litteratur eingeführt und ist (mit Kallinos) der älteste elegische Dichter. Wie mehrere andere Versmaße, so heißt namentlich auch der Vers, der verdoppelt den Pentameter ergibt, — , nach ihm der Archilochische Vers. Die Bruchstücke seiner Gedichte haben Liebel (Lpz. 1812 u. Wien 1819), vielfach verbessert Schneidewin in Delectus poetarum Graecorumo (Gött. 1839), Bergk in den „Poetae lyrici Graecio (3. Aufl., Lpz. 1867) und hera deutscher übersetzung, Lpz. 1856) Hartung erausgegeben. übersetzt findet man sie auch von Herder in den Zerstreuten Blätterno und bei Passow im »Pantheono.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 851Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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