Bedingung heißt in der Erkenntnislehre das, unter dessen Voraussetzung etwas anderes edacht werden oder geschehen kann. Im ersten Fall nennt man die B. eine lo ische, im letzten eine reale B. Nun steht jeder Gedanke oder jedes Ereignis unter einer mehr oder minder großen Anahl von Voraussetzungen, welche erst in ihrer Gefamtheit den zureichenden Grund des Gedankens oder die vollständige Ursache des 0 manens ausmachen. In der gewöhnlichen und meistens auch in der Wissenschaft üblichen Ausdrucksweise pflegt man jedoch eine der gerade besonders, sei es für die Auffassung, sei es für das Gunndiar hervortretenden Voraussetzungen als Grund oder Ursache zu bezeichnen und im Verhältnis dazu die übrigen fur die B. an usehen, unter denen jener Grund oder diel Ursache wirksam wird. Die Veranlassung zu ieser Unterscheidung mag auptsächlich darin zu Gehm sein, daß unter den oraussetzungen eines Gedankens oder Ereignisses immer die eine oder die andere sich als besonders wesentlich erweist und diese daher besonders als Grund oder Ursache herausgehoben, die andern dagegen nur gewissermaßen als Nebengründe delh. ebenursachen bezeichnet werden. Jede B., welche für den Eintritt eines Ereignisses unerläßlich ist, d. h. nicht durch andere B. erleti werden kann, heißt conditio sine qua non. Wenn man also den Cintritt künftiger u W.al. oder die Erfüllung von Versprechen von B. abhängig macht, so meint man, daß die Iend vorhandenen Voraussetzungen davon noch eben durch das Hinzutreten der B. vervollständigt werden müssen, um zur Realisierung des Erwarteten zu führen: und 0 kann es denn kommen, daß der Hinzutritt einer sehr ihleen n e B. eine angehäufte Summe von Möglichkeiten zu einer mächtigen Wirksamkeit vervollständigt. Dem Begriff des Bedingten steht erjenige des Unbedingten oder des Absoluten sezung er als desjenigen, was gar keine Vorausetzungen hat: und indem man nun auf Drtel Begriff doch wieder halb unwillkürlich die Vorstellung 1 der Bedingtheit anwendete, meinte man das Unbedingte als das nur durch si selbst oder durch seine eigene Cristenz Bedingte definieren zu müssen, ein Gedanke der causa sui, welcher sich unter den hüdurchieht. Formen durch die philos. Systeme hindurchzieht.