FeedBerösus
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Berösus, ein 2H½½ zu Babylon, der mit der griech. Sprache und Wissenschaft vertraut war und um 260 v. Chr. gelebt zu haben scheint, schrieb in griech. Sprache drei Bücher babylonisch-cha däischer Geschichten, wobei er das uralte Tempelarchiv von Die Aro. als vorzüglichste Quelle benutzt haben soll. Die Arbeit stand bei den griech. und röm. Historikern in großem Ansehen. Es finden sich von dem Werke nur noch Bruchstücke bei l us, Eusebius, Syncellus u. a., die aber auch als solche von oher Bedeutung sind, weil sie über die dunkelsten Teile der ältesten Geschichte des vordern Asien wichtige Aufschlüsse geben. Eine Sammlung derselben veranstaltete Richter in Berosi Chaldaeorum historiae quae supersunty (Lpz. 1825); eine vollständigere findet sich in den Fragmenta historicorum graecorumo der »Collection Didoto (Bd. 2, Par. 1848). Die zu Rom zuerst 1498 von Eu arius Silber in lat. Sprache bekannt gemachten und haufig wieder abgedruckten Antiquitatum libri quinque cum commentariis Joannis Anniio des B. sind ein Machwerk des Dominikaners Giovanni Nanni zu Viterbo.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 873Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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