Betäubung nennt man gewöhnlich die mehr oder minder vollständige Bewußtlosigkeit (s.d.), welche durch starke mechan. Einwirkungen auf das Gehirn, 3.B. durch Stoß, Fall, Druck (Gehirnerschütterung), durch den Genuß oder das Atmen von Stoffen, die lähmend auf die Ganglienzellen des Gehirns wirken (Opium, Blausäure, Belladonna, Schwefeläther, Chloroform, Kohlenoxydgas, Alkohol u. s. w.), oder endlich durch heftige sinnliche oder 11. f. w) Einwirkungen (Kanonendonner, Schreck u. s. w.) hervorgerufen wird. 5 der Medizin bedient man —, mit großem Vorteil der betäubenden ½ Mittel, um in einzelnen Körperteilen oder dem 7* Körper für eine mehr oder miner vollständige Gefühllosigkeit hervorzubringen. (S. Anästhesieren.)
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 907Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei