Breitinger (Joh. Jak.), vorzů lich bekannt durch sein Bestreben, im Verein mit Joh. Jak. Bodmer (s. d.), für Verbreitung eines bessern Geschmacks in der deutschen Litteratur zu wirken, war 1. März 1701 in Zürich geboren, erhielt hier eine uitseler Bildung und studierte Theologie. Als Schriftsteller machte er sich zuerst bekannt durch seine Diatribe in versus obscurissimos a Persio Sat. I. citatoso (Zür. 1723), welcher die Ausgabe der aSeptuagintay (4 Bde., Zür. 1730 — 32) folgte. B. wurde 1731 Professor der hebr., 1745 der Aanonitus date an dem Gymnasium zu Zürich und Kanonikus daselbst. Er unterstützte dichterische Talente und munterte unter andern auch Haller zuerst auf. Zahlreich sind seine kleinern Schriften, unter denen u Antei e über schweiz. Altertümer befinden. Thätigen Anteil nahm er an den von Bodmer Rusche Bichtkunst kritischen Zeitschriften. Seine «Kritische Dichtkunste (2 Bde., Zür. 1740) und seine «Kritische Abhandlung von der Natur, den Absichten und dem W der Gleichnissey (Zür. 1740) gaben die nächste Veranlassung zu dem Ausbruche des Streits zwischen den Schweizern und den Anhängern Gottscheds. (S. u. Deutsche Litteratur.) Wesentlichen Anteil hatte er auch an der Herausgabe des Thesaurus scriptorum historiae Helvetiae. B. starb 15. Dez. 1776.