Brion (Gustave), franz. Genremaler, geb. zu Rothau (Deutschlothringen) 24. Okt. 1824, bildete ich in der von Gabriel Gmerin geleiteten Zeichenchule zu Straßburg. Verschiedene im pariser Salon 1853 ausgestellte Werke, in denen die Typen, Sitten und Trachten seiner Landsleute in poetischer — wiedergegeben waren, diefem lebhafte Aner en was B. veranlaßte, iesem Genre sich ausschließlich zu widmen. Seine spätern Darstellungen führen meistens Scenen aus dem Leben der mittlern und niedern Stände des Elsaß und Lothringens vor. Hervorzuheben sind: La fete de la Vierge und La Fete-Dieu, zwei Seitenstücke, .½ von Jazet (1858) das Hochzeitsmahl und das Tischgebet len Seitenstücke, gestochen von J. Ballin, das Ankleiden der Braut und die Hochzeit. Die zuletzt genannten vier Bilder auf der Ausstellung von 1861, lauter Scenen aus dem elsäss. Volksleben, bezeichnen den Gipfelpunkt des Kunsliers. Paul Girardet stach die 90 zeit von B. als Seitenstück zu der Goldenen Hochzeit von Knaus. Drei spätere Stücke: Les pélerins de Sainte-Odile (1863, 6de ln him im Luxembourg zu Paris), La lecture de la Bibie (1868) und Le mariage protestant (1869) lassen den Einfluß von Knaus verspüren. Schließlich sei noch der Gullertanz (1872) erwähnt. Zu den von Hetzel 1864 verlegten illustrierten Ausgaben der Notre-Dame de Pariso und der Misérables Victor Hugos lieferte B. mehr als 250 Zeichnungen. B. starb 5. Nov. 1877 in Paris.