Centumviri waren die Mitglieder eines gegen Ende der römischen Republik entstandenen Gerichtshofs für Erbschaftsprozesse in Rom, dessen Besetzung normal aus hundert Männern (centum viri) bestand. Die Richter waren Bürger dz rene), je drei aus jeder der städtischen Tribus (s. d.), die alljährlich vom städtischen Prätor in einer Liste zusammengestellt wurden (wohl die älteste Geschworenenliste). Die eiene des Prozesses hatten zuerst Quästorier (gewesene Quästoren), später ein besonderer Prätor in Gemeinsamkeit mit den decemviri (s. d.) litibus iudicandis; diese hatten also die Funktion unsers Gerichtso gegenüber der Geschworenenbank'. Lange scheint dieser Gerichtshof in die Kaiserzeit hinein nicht bestanden zu haben. Oentunculus hieß bei den Römern der aus bunten Flecken zusammengesetzte Rock, welchen die Schauspieler in den Mimen trugen. entuplum (neulat.), das Hundertfache; centuplieren, verhundertfachen.