Corbould (Edward Henry), Sohn des vorigen, geb. 5. Dez. 1815 in London, entwickelte früh vielseitige künstlerische Talente und gewann schon 1834 die Goldene Medaille der Society of Arts für sein Gemälde Phaethons Fall aus dem Sonnenwagen, 1835 eine zweite Medaille für sein Modell von St. Georg und dem Drachen, 1836 die große Goldene Medaille der Gesellschaft für ein Modell des Wagenrennens nach Homer. Nachdem er auch in der königl. Akademie und der Gallery of British Artists deceion Werke ausgestellt hatte, deren Geenstände besonders Spencers Fairy Queenv entehnt waren, entschied er sich endgultig für die Aquarellmalerei als sein Iden Miel und glänzte geitdem als hervorragendes Mitglied der Society of Painters in Watercolours. Die Ran Reihe vor-Gelcheh Bilder, die in den Ausstellungen dieser Gesellschaft von ihm erschienen und die ebenso ausgezeichnet waren durch Kunst der Komposition wie durch Poesie der Auffassung, wurde eröffnet durch die Versammlung der alaten Dicned in dem Tabard Inn. Hierauf folgten Die CEhebrecherin, Das Eglintoun-Turnier, Salome vor Herodes tanzend, Die londoner Pest, Die Taufe Ethelberts, William von Eynesham, der von dem Siege bei Towton erzählt, Der Einzug Heinrichs VI. in London nach seiner Krönung in Paris, und viele andere. Im J. 1851 wurde C. zum Instruktor der königl. Familie in der Historienmalerei ernannt und mehrere seiner spätern Bilder, wie Der Kampf um den letzten Diamanten und Der Tod Arthurs, beide im Anschluß an Gedichte Tennysons entworfen, gingen in den Besitz der königl. Familie über. Dem deutschen Publikum wurde C. vorteilhaft bekannt durch seine Bilder zu Undiner, in der Aquarellausstellung in Berlin von 1868.