FeedDauba (e I Dubä)
ErdkundeBrockhaus 1882

Dauba (e I Dubä), Stadt im nördl. Böhmen, an einem Zuflusse des Libocher Baches, der nördlich von Melnik zur Elbe geht, ist Sitz einer Bezirkshauptmannschaft und zählt (1880) 2095 E. deutscher Zunge, die neben der Feldwirtschaft sich größtenteils mit städtischen Gewerben sowie mit Gerberei befassen. Die Burg auf dem sog. Kühnbühel war der Stammsitz des einst mächtigen böhm. Adelsgeschlechts der Berka von Duba, dessen letzter Sprosse 1706 als Graf Hovora von Duba und Lipa starb. Nach der Schlacht am Weißen Berge (1620) konfisziert und an Albrecht von Waldstein verkauft, kam D. nach Ermordung des Friedländers als kaiserl. Geschenk an den General Richard Walter Buttler, 1723 an den Grafen von Sweerts-Spork, 1810 an den Grafen Ernst von Watlstein-Wartenberg, dessen Nachkommen das Gut als Fideikommiß innehaben.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 903Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 4

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Erdkunde 6