Davel (Joh. Daniel Abrah.), religiöser Schwärmer des 18. Jahrh., geb. 1669 zu Cully am Genfersee, wo sein Vater Prediger war, trat früh in die Armee, vertauschte aber bald den schweiz. Dienst mit dem holländischen. Als Kapitänlieutenant nahm er hier den Abschied, trat wieder in die heimatliche Armee ein und zeichnete sich in dem 1712 von Zürich und Bern gegen die innern Kantone geführten Kriege aus, sodaß er zum Major bei den Milizen im Waadtlande ernannt wurde. Die Streitigkeiten der Akademie zu Lausanne mit der Regierung zu Bern, besonders die Gewaltmaßregeln, durch welche Bern die Annahme der Formula Consensus Helvetici erzwingen wollte, gaben den Anlaß dazu daß der von Jugend auf mit Visionen geplagte Mann sich von Gott berufen glaubte, sein Vaterland von der Herrschaft Berns zu befreien. Am 31. März 1723 sammelte er die unter seinem Befehl stehenden Milizen zu Cully, wählte 5—600 Mann aus, verbot ihnen, Munition mitzunehmen, überrumpelte Lausanne und suchte den Rat zum Abfall von Bern zu bewegen. Dieser ging jedoch darauf nicht ein, sondern beorderte Truppen, welche D. ohne Kampf entwaffneten und gefangen nahmen. Obgleich man es offenbar mit einem Wahnsinnigen zu thun hatte, wurde D. doch 24. April 1723 Iunschrb⸗