FeedDeinhardstein (Joh. Ludw. Franz)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Deinhardstein (Joh. Ludw. Franz), dramatischer Dichter, geb. 21. Juni 1794 zu Wien, erhielt 1827 die Lehrianzel der Asthetik an der Theresiani-Conversations-Lexikon. 13. Aufl. V. schen Ritterakademie in seiner Vaterstadt. Seil 1832 wirkte er als Vizedirektor des erderwiener ters, sowie als Censor und Herausgeber der wiener „Jahrbücher der Litterature. Er starb 12. Juli 1859 zu Wien. D.s Theaterstücke, meist wenig umfangreich, gefielen durch ihre Gemütlichkeit, gefällige Sprache und geschicktes bühnengerechtes Arrangement. Mit seinen «Künstlerdrameno (2 Bde., Lpz. 1845) ward er der Begründer dieses Genre. Unter seinen in den Gesammelten dramatischen Werken0 Bde., Lpz. 1848—57) enthaltenen Schauspielen aben Hans Sachso und Garrick in Bristol' auf der Buhne den meisten Beifall gefunden. Von Lust⸗ ——— besitzen Die verschleierte Damer, Das Bild er Danass und «Ehestandsqualeno den meisten Wert. Seine 4Gedichtes (Berl. 1844) sind anmutig. wenn auch nicht tief empfunden; auch als gewandter Erzähler und Novellist machte er sich bekannt.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 1Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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