FeedDunst
NaturlehreBrockhaus 1882

Dunst ist wissenschaftlich gleichbedeutend mit Dampf (s. d.) und beide Bezeichnungen werden in der Physik in völlig gleichem Sinne gebraucht. Im zewöhnlichen Sprachgebrauch wird D. mehr für ninder hochgespannten Dampf angewendet, daher H Dunst⸗, sondern Dampfmaschine u. dgl. m. Dunstable, Stadt in der engl. Grafschaft Bedord, 30 Ekm im S. von Bedford, zählt (1881) 4627 E., welche Flechtarbeiten, Korbwaren und Spitzen mau, de Dunstan, der Heilige, Erzbischof von Canterzury und Patriarch der angelsächs. Kirche, übte in der zweiten Hälfte des 10. Jahrh. auf die dehn Berhältnisse den größten Einfluß aus. Aus edelm Zeschlecht um 925 geboren, ward D. im Kloster Hlastonbury erzogen, trat später als Mönch in dasselbe ein und gewann durch sein streng ascetisches Leben solches Ansehen, daß er schon um 945 um Abt ernannt wurde. Als solcher war er eifrig hemüht, durch Wiedereinführung und Verschärfung der Regel des heil. Benedikt der eingerissenen Zuchtosigkeit des Klerus zu steuern. Dies Streben erhielt Nachdruck durch die einflußreiche Stellung, velche D. als vertrauter Ratgeber des Königs Edred (946—955) einnahm, der ihm die ganze Finanzverwaltung des Landes übertrug. Unter König Edwin (seit 955) wurde D. als zu strenger Sittenichter nach Flandern verbannt, aber in England hrachen Aufstände aus und schon 957 folgte sein Bruder Edgar. Dieser rief D. sofort zurück und machte ihn zum Bischof von Bradford, 958 zum Bischof von London und 959 zum Erzbischof von Canterbury. Als Edgars Ratgeber hat D. das Reich mit großer Weisheit regiert und zugleich die Reform der Kirche mit Nachdruck gefördert. Nach Edgars Tod (975) trat D. für dessen ältern Sohn Eduard ein, während seine Gegner den jüngern, Ethelred, begünstigten. Jener starb an Gift (978) und dieser folgte. Damit endigte Dis leitende Stellung am Hofe; er zog sich in die Einsamkeit zurück und lebte noch 10 Jahre (bis 19. Mai 988) dem Gebet und Werken der Frömmigkeit. Vgl. Stubbs,

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 651Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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