Elaidin C3 H, 0,(Cue II330)a, ein mit dem in den Fetten, und in reichlichster Menge in den nicht trocknenden fetten Olen, vorkommenden Triolein isomerer Körper, der gebildet wird, wenn Triolein der Einwirkung von salpetriger Säure ausgesetzt wird. Es unterscheidet sich äußerlich von dem Olein dadurch, daß es starr ist, sein Schmelzpunkt liegt bei 32 — 38 C., gegen Lösungsmittel verhält es sich wie alle übrigen Fette. Man hat seine Eigenschaft benutzt, um flüssige Ole in feste, als Kerzenmaterial verwendbare Fette zu verwandeln. Das E. war wesentlicher Bestandteil der Orygenierten Salbe, Unguentum oxygenatum, Unguentum nitricum, Unguentum Alyoni, welche die erste Auflage der Deutschen Pharmakopöe noch aufgenommen hatte, die aber in die zweite Auflage nicht mehr rezipiert ist. Diese Salbe wurde dargestellt, indem 50 Teile Schweineschmalz in einer Porzellanschale mit 3 Teilen Salpetersäure so lange erwärmt wurden, bis die saure Reaktion verschwunden war.