Essig ist im wesentlichen verdünnte Essigsäure, mit einem Gehalt von 5—6 Proz., und enthält als Nebenbestandteile, je nach seiner Bereitungsweise, geringe Mengen organischer Substanzen verschiedener Art, sowie, aus dem . seiner Darstellung benutzten Wasser herrührend, anorganische Salze. Er dient im umfänglichsten Maße zum Würzen der Speisen, in der Pharmacie, in der Technik zur Anfertigung der reinen Essigsäure und essigsaurer Salze. Man unterscheidet Weinessig (Bier⸗, Malz⸗, Obst⸗, Rübenessig), ranntweinessig und Holzessig, von denen der letztere aber für Speisezwecke nicht verwendbar ist. Hinsichtlich seiner Darstellung s. Essigfabrikation.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 373Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei