FeedEwst oder Ewest
ErdkundeBrockhaus 1882

Ewst oder Ewest, Fluß im Gouvernement Livland, rechtsseitiger Nebenfluß der Düna, bildet den Abfluß des 15 Em langen und 10 km breiten Sees Luban an der Grenze des Gouvernements Livland und Witebsk. Am nördl. Ende des Luban, im Kreise Wenden, tritt die E. aus dem See, beschreibt zuerst einen Bogen nach Norden und fließt darauf in südwestl. Richtung der Düna zu, welche sie bei der Ortschaft Glasmanka erreicht. Die Länge der E. beträgt 116 km, die Breite 2358 m, die Tiefe 1,5 —2 m; doch gibt es Untiefen, wo das Wasser bis auf ein geringes Maß fällt, sowie auch unterhalb Laudohn einige Strömungen. Auf der E. hat seit uralten Zeiten Schiffahrt stattgefunden, allein stets mit Schwierigkeiten und meist nur im Frühling. Seitdem jedoch ein Privatmann 1827 den Fluß auf seine Kosten Hanf, machen ließ, ist der Transport an Flachs, Hanf, Korn und Brettern lebhafter geworden. An der Mündung der E. befand sich zur Zeit des Schwedenkriegs eine Schanze, deren Ruinen noch jetzt sichtbar sind. Ex (lat.), aus, wird im Deutschen vielfach in der Bedeutung u Ender, avorbeiv gebraucht, entsprechend dem franz. ci-devant vor Bezeichnung von Amtern, Titeln, Würden u. s. w., z. B. Exkönig, Erdiktator u. s. w. Ex (Exe), Fluß in den engl. Grafschaften Somerset und Devon, entspringt auf den Exmoorhöhen zwischen den Gipfeln Paracombe und Dunkerry, nur 7 km südlich vom Bristolkanal, fließt zuerst nach SO., dann nach S., berührt Dulverton, Bampton, Tiverton, Exeter und Topsham, bei welchem Orte sein 13 Em langes Astuar beginnt, und mündet nach einem Laufe von 80 km bei Exmouth in den Canal la Manche.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 467Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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