FeedFeldzeichen
GeschichteBrockhaus 1882

Feldzeichen heißen beim Militär im allgemeinen äußere Zeichen, durch welche sich Truppen eines Staats von fremden unterscheiden, insbesondere die Fahnen (s. d.), Standarten, Schärpen, Degenquasten (Portepees) u. s. w. In der ältesten Zeit brauchte man als F. (Signa) Tierköpfe und andere Gebilde aus Holz oder Metall, die auf Stangen vorgetragen wurden. Erst später entstanden Fahnen und F. nach den Landes⸗ oder Nationalfarben. Seit Einführung der stehenden Heere Verar die F. in ihrer Art und Form mancherlei Veränderungen erlitten. Bei gleichen Farben (3. B. Frankreich und England) unterscheidet sich deren Stellung, namentlich bei den dreifarbigen a (Trikoloren). Die altdeutschen Reichsfahnen atten auf gelbem Grunde den schwarzen Adler. Das Rot der spätern deutschen Farben kam erst durch die Griffe des Adlers, das rote Wimpel und die rote Fahnenstange hinzu. Die heutigen deutschen Farben sind seit 1867 zwar weiß, schwarz und rot (s. Deutsche Farben); doch tragen die F. nach wie vor die Farben derjenigen Einzelstaaten, zu „denen die Truppen gehören, z. B. die preußischen schwarz und weiß, die bairischen blau und weiß, die württembergischen rot und schwarz, die säch⸗ „sischen grün und weiß u. s. w.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 661Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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