Fischer von Erlach (Joseph Emanuel), Baumeister, Sohn des vorigen, geb. 1695 zu Wien, machte in England besonders Studien in der Physit und Mechanik und setzte nach dem Tode seines Vaters dessen Thätigkeit fort. Er stieg noch höher in Ehren und Würden, wurde 1735 in den Freiherrenstand erhoben und Hofkammerrat, erreicht aber die Genialität seines Vaters nicht. Seine eigenen Werke haben teils eine gewisse Nüchternheit, teils huldigen sie ganz dem Theatralischen, so das Monument am Hohen Markte 1729—32, der silberne Gnadenaltar in Mariazell 1727. Mit Vorliebe betrieb er mechan. Arbeiten; 1721 stellte er in Kassel, 1722 im Garten des Fürsten Schwarzenberg zu Wien eine Dampfmaschine auf, die ungar. Bergwerke zu Kremnitz versah er mit Entwässerungsmaschinen. Er starb in Wien 29. Juni 1742. Eine Monographie über F. wird von A. Ilg in Wien vorbereitet.