FeedAbsorption
NaturlehreBau-Lexikon 1881

Absorption, k., frz. absoxption, engl. absorbition, absorption, lat. absorptio, Verschlucken, Einsaugung, das Vermögen der Körper, tropfbare oder gasförmige Stoffe in gewissem, oft in beträchtlichem Grad in sich aufnehmen zu können. 1. Abs. der Gase. Ausgeglühte Holzkohle, Th u. dgl poröse Körper können verschiedene Gase, wie z. B. Kohlensäure, Sauerstoff etc., meist ohne chemische Veränderung derselben, sowie auch die Farbstoffe aus Farbstofflösungen in sich aufnehmen. Man hat Sbibliothek Heidelberg diese Eigenschaft der Kohle benutzt, um stinkende, faulende und gefärbte Wasser geruch- und farblos zu machen. — 2. Abseder Feuchtigkeit (Hygroskopizität). Die Sandsteine, der Thon, die Thon- und Ziegelsteine besitzen in höherem oder geringerem Grad absorptive Eigenschaften für den Wasserdampf der Luft. Je dichter ein Stein ist, desto geringerwird die erwähnte Absorptionsfähigkeit sein. M,. — Auch die verschiedenen Bodenarten verhalten sich hierin verschieden. Trommer's Untersuchungen ergaben folgende Resultate: 100 Gewichtstheile der trockenen Substanz absorbirten an Feuchtigkeit, ebenfalls in Gewichtstheilen ausgedrückt, in 12 Std. 24 Std. 48 Std. 72 Std. kohlens. Talkerde (feingeriestrenger Thonboden Humussäure (aus Torfmittels kohlens. Natrons dargestellt) 7,5, 9, 10, 12,½3 geraspeltes Gerstenstroh 15 24, 34, 45% Schübler's Versuche ergaben: kohlensaurer Kalk (pulverdesgl. vom Jura. 2270 3. Abs. der Wärme; das Wärmeabsorptionsbermögen, das Vermögen, strahlende Wärme in sich aufzunehmen, ist gleich dem Ausstrahlungsvermögen bei verschiedenen Körpern verschieden; geschwärzte und rauhe Körper nehmen die Wärme leichter auf, als Körper mit hellen, glatten, polirten Oberflächen. — 4. das Absorptionsvermögen für Wasser ist bei den meisten Körpern in geringerem oder höherem Grad zu finden. Besonders absorptionsfähig sind pulverförmige und fein zertheilte Körper, viele Salze, Mineralien, starke Säuren'und Alkohol; ferner poröse Körper, wie Holz, Asbest, Wolle, Seide, vor Allem aber Kohle; s. auch d. Art. wasserhal⸗

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 23Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

In anderen Lexika 1

Alle Lexika nebeneinander →

Auf derselben Druckseite 12

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Naturlehre 6