Formarbeit, f., 1. Anfertigung der Gießformen. — 2. Die fertige Gußarbeit. Cormation, k., frz. formation, f., terrain, m., engl. system of beds (Gebirgsformation). Eine Gebirgsmasse nach ihrer Verbreitung samt den ihr untergeordneten Massen erscheint als das Produkt gewaltiger chemischer u. mechanischer Naturprozesse, die nicht alle zu gleicher Zeit, sondern in von einander geschiedenen Perioden in Thätigkeit waren. Das Produkt einer solchen Thätigkeitsperiode nennt man eine F. Die älteste der bekannten Ften ist die des Gneises; in dieser F. waren krystallinische Silikatgebilde u. Kieselerde die Hauptprodukte eines rein chemischen Naturprozesses. In den folgenden Perioden veränderte sich der Prozeß zu einem mehr mechanischen, Sandsteine, Breccien u. lose Schuttmassen bildenden; da, wo der Prozeß noch ein chemischer war, brachte er z. B. kohlensauren Kalk in Gestalt von Niederschlägen hervor. Die beiden Endglieder der uns bekannten Formationsreihe sind also charakterisirt: das älteste durch chemisch wirkende Kraft, Silikatgebilde, das jüngste durch mechanisch wirkende Kraft, Schuttmassen. Den allmählichen Uebergang von der ältesten bis zur jüngsten F. bewirkte wahrscheinlich die Abnahme des während der Bildungszeit der ältesten F. herrschenden hohen Hitzgrades.