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Haus & KücheBau-Lexikon 1881

Gipsstuck, m., frz. stuc, m., enduit m. en platre, engl. stucco, parget, ital. stucco. a) Für Ornamente: gleiche Theile Weißkalk und Gipsmörtel oder 3 Theile Weißkalk, 4 Theile Gips, 1 Theil feinen Sand oder Gips, feingepulverte Kreide, sfeinen Marmorkalk und Leimwasser. Der Kalk wird zuerst mit Leimwasser angemacht, dann der Gips u. zuletzt die Kreide zugesetzt. b) Zu glatten Simsen: gleiche Theile Kalk und Gips ohne Sand. c) Weißstuck, ital.stucco lustro. 2 Theile Weißkalk, 1 Th. feinen Gipsmörtel mit etwas Leimwasser. d) Zu gewöhnlichen glatten Wandflächen und Decken macht man gern den Gips ohne Kalkzuthat mit Leimwasser ein, weil er dann viel langsamer erhärtet. Die mit Gips getünchte Fläche reibt man dann mit Bimsstein, feinem Sandstein, zuletzt mit Tripel und dem Filzstöckchen u. endlich mit Leinwand ab, schleift wohl auch mit Seifenwasser. Poliren kann man mit Oel oder Wachslösung. Um größere Haltbarkeit bes. im Freien zu erzielen, versetzt man den Gips mit, dem Raum nach, etwa ½%½— ½s Eisenfeilspänen od. dgl.; s. auch Stuck.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 2, S. 458Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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