Friedrich, Erzbischof von Mainz 937 — 954. Durch kirchliche Zucht und Frömmigkeit ausgezeichnet, ward er schon von Zeitgenossen hart wegen seines Verhaltens gegen Otto I. d. Gr. getadelt, mit dessen Feinden er stets gemeinsame Sache machte, um die Befestigung des sächs. Königtums zu verhindern. Er kam 941 sogar in Verdacht, an einer Verschwörung gegen Ottos Leben beteiligt gewesen zu sein, und mußte sich durch die Abendmahlsprobe reinigen. Auch bei dem Aufstande, welchen 953 Ottos Sohn Ludolf von Schwaben und sein Schwiegersohn Konrad von Lothringen erhoben, scheint er die Pläne der Unzufriedenen gefördert zu haben, obwohl er nachher an dem eigentlichen Kriege nicht teilnahm, sondern in den entscheidenden Monaten sich in die Einsamkeit zurückzog. Als die Aufständischen unterlagen, schloß F. mit dem Könige Frieden. Bald darauf starb er 25. Okt. 954. Vgl. Köpke und Dümmler, «Otto d. Gr.» (Lpz. 1876); Will, Regesten der mainzer Erzbischöfes (Innsbr. 1877).