Frisch (Joh. Leonhard), Schulmann, Sprach- und Naturforscher, geb. 19. März 1666 in Sulzbach bei Nürnberg, studierte in Altdorf, Jena und Straßburg und machte dann große Reisen. Hierauf schloß er sich in den Türkenkriegen einem kaiserl. Heere als Dolmetscher an und kehrte 1693 nach Nürnberg zurück. Er widmete sich nun der Landwirtschaft, bis er 1706 Subrektor am Grauen Kloster in Berlin wurde. An derselben Anstalt wurde er 1708 Konrektor, 1726 Rektor. F. starb 21. März 1743 in Berlin. Er schrieb ein &Franz.⸗deutsches und deutsch-franz. Lexikon» (2 Bde., Berl. 1712 u. öfter) und 4Lat.⸗deutsches und deutsch-lat. Lexikon» (Berl. 1741); ferner Origo characteris slavoniciv (Berl. 1727), (Beschreibung von allerhand Insekten in Deutschlando (Berl. 1738) u. s. w.